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Peter
& Brigitte Chopard

(Foto: Annette Lepple, 2011)



Wer wir sind:

ganz klar immer noch Hobbygärtner, auch wenn es manchmal nicht mehr danach aussieht :-)


Brigitte Chopard (ehemals Lehrerin) ist Inhaberin von BeautyWell:
Power Plate Personal Training, kosmetische Behandlungen, Farb-, Stil- und Imageberatung.

Peter Chopard ist administrativer Leiter der Gewerblich-industriellen Berufsschule Bern GIBB.



Wir sind beide 1960 geboren, in der Stadt Bern - ohne Garten - aufgewachsen und hatten bis wir 38 waren, mangels Gelegenheit mit gärtnern nicht viel am Hut. Das hat sich dann natürlich schlagartig geändert, als wir gegen Ende 1998 in unser neues Haus in Cressier zogen und einen schönen Umschwung unser Eigen nennen durften.
Es war schon immer mein Wunsch, mal auch etwas Land „drum herum“ zu haben. Endlich musste ich mich nicht nur mit Balkonbepflanzung (Petunien, Geranien, Begonien) und Innenbegrünung (alles in Hydrokultur, bis auf wenige Bonsais) begnügen.

Schon damals war klar, dass wir unsere Pflanzen für den Garten selber aussuchen und alles selber bepflanzen wollten. Vom Landschaftsgärtner liessen wir lediglich eine Rasenfläche ansäen und in der Einfahrt und ums Haus herum Verbundsteine verlegen. Mit einer Wagenladung ausgesuchter Sträucher, Stauden und ein paar Bäumen vom Gartencenter fing alles an, und wir bepflanzten noch vor dem ersten Winter mal die rechte Seite entlang unserer Hauszufahrt mit Konifere, Magnolie, Föhre, Taxus, Rosen etc.
Im darauf folgenden Jahr gestalteten wir unseren Gartenteich und fingen bereits an, an einigen Orten Rasen fort zu spitzen, um auch dort etliches an Heckenbepflanzung anzulegen.
Es wurde dann schon fast zur Gewohnheit, jedes Jahr - vor allem während Peters Ferienzeit - wieder mehr Rasen weg zu spitzen und an diesen Stellen Blumenbeete anzulegen. Das Rasenmähen wurde zwar damit Jahr für Jahr flächenmässig weniger, aber die Arbeit dafür mehr.
Jede Staude, jeden Strauch oder Baum setzten wir selber und bepflanzten den Garten nicht mit viel Planungsarbeit, sondern ganz intuitiv: wenn uns ein Gewächs im Gartencenter gefiel, suchten wir den dafür geeigneten Platz im Garten aus. Eine durchgezogene Hecke mit einer einzigen Sorte Gehölz wollten wir nie. Es war immer unser Wunsch, einiges an Vielfalt in den Garten zu bringen, so dass in jeder Jahreszeit etwas zum Blickfang wurde.

Bereits im Jahr 2000 war an Wochenenden nicht mehr wie früher Yamaha, sondern Wolf oder Gardena (Rasenmäher) angesagt. Tja, so ändern sich die Hobbies manchmal.

Im Jahr 2002 besuchten wir mit Bekannten erstmals den Irisgarten beim Château de Vullierens, und man könnte sagen, damit fing unsere „Iris-Manie“ erst richtig an. Wir staunten und erfreuten uns an der immensen Vielfalt und bestellten mal etliche Sorten Iris, die wir von Anfang an minutiös mit Pflanzenetiketten kennzeichneten.
Auch im folgenden Jahr bestellten wir wiederum neue Sorten Iris, und Peter erstellte eine Datenbank, in die wir alle vorhandenen Sorten mit Fotos, Namen, Züchter, Jahrgang, Auszeichnungen etc. aufnahmen. Diese Datenbank wird seither laufend aktualisiert und erweitert, weil wir schliesslich den Überblick behalten wollen.
Umliegende Gartencenter konnten uns in Sachen Iris nie das bieten, was wir suchten, und so fingen wir bald einmal an, Iris aus USA und Frankreich direkt von Züchtern selber zu importieren.
Weil man Iris nicht an eine Stelle setzen sollte, an der vorher schon Iris standen, mussten wir uns nach immer neuen möglichen Standorten im Garten umsehen. Alle paar Jahre müssen die Irishorste ausgehoben und geteilt werden. Damit fielen natürlich immer mehr Irispflanzen an, die irgendwo ein Plätzchen begehrten. Bald einmal reichten die rund 550 m2 reiner Gartenfläche um unser Haus herum nicht mehr aus, weil nicht nur die Iris mehr wurden, sondern auch die anderen Pflanzen im Garten.

Unser benachbartes Grundstück, das wir uns anfänglich „für ruhige Nachbarn nach unserem Wunsch“ frei hielten und das in den ersten Jahren der Bauer bewirtschaftete, damit wir selber dort nicht auch noch Rasen mähen mussten, musste ab Herbst 2007 also auch noch für Iris herhalten.
Heute wissen wir, dass Iris einen entscheidenden Vorteil haben: es sind mit Abstand die ruhigsten Nachbarn…!

Zu Beginn bepflanzten wir dort nur gerade einen schmalen Streifen von knapp 5 m Breite über die ganze Länge des Grundstücks, also etwa 150 m2. Was von Peter anfänglich als „Iris-Auslagerungsdatei“ bezeichnet wurde, erblühte dann schon im Frühling 2008 zusammen mit den ersten Iris aus Schreiner’s Iris Gardens (Oregon, USA). Weil ich nach der Irissaison nicht nur abgeblühte Stängel von Iris sehen wollte, pflanzten wir dazwischen auch Lupinen in mehreren Farben, Rosen, Dahlien und einige Stauden, so dass wir bis in den Herbst hinein etwas Blühendes „drüben“ haben.
Noch im selben Jahr begannen wir das Irisfeld um einige Beete zu erweitern und im nächsten Jahr um weitere etwa 12 Meter Breite, also hatten wir ab Herbst 2009 weitere rund 370 m2 Garten mehr zu pflegen, und mehr als die halbe Parzelle war damit bepflanzt.
Was ich Peter damals - auch ein bisschen warnend vor der Mehrarbeit - prophezeite, sollte sich schon im folgenden Jahr bewahrheiten: wir werden dereinst die ganze Parzelle bepflanzt haben.
Im Sommer/Herbst 2010 machten wir es aber dann ein wenig gescheiter und liessen den Rest der Parzelle von einem Bauern mit dem Traktor umpflügen, statt wie vorher mit dem Spaten mühsam von Hand alles Grasland wegzuspitzen und umzugraben vor der Neubepflanzung. Wir merkten sehr rasch, dass Iris und auch alle anderen Kulturpflanzen auf jungfräulichem Acker- und Weideland extrem gut gedeihen.
Von Sonja aus Wien, die demselben „Irisvirus“ verfallen ist wie wir, bekamen wir noch zusätzliche rund 60 Sorten Iris geschenkt! Somit waren wir dann im Spätherbst 2010 landmässig am Anschlag, das heisst, nach gut 3 Jahren „Baustelle“ war jetzt die ganze Parzelle drüben, also insgesamt zusätzliche 870 m2, bepflanzt.

Nicht nur die Iris haben in dieser Zeit zugenommen, sondern auch die Menge der Dahliensorten. Ziel war ja immer auch, dass nach der Iris-Blühsaison drüben auch noch etwas blüht, und da sind Dahlien natürlich sehr dankbar, blühen sie doch bis zum ersten Frost.
Im 2011 hatten wir in unserem Garten gegen 400 Dahlien in insgesamt 186 Sorten und über 500 Sorten Iris gepflanzt.
Im 2012 werden es noch mehr Dahliensorten sein…!
Diese beziehen wir mittlerweile auch direkt von Züchtern aus Deutschland und Österreich.

Weil Dahlien und Iris sich vermehren, werden wir auch künftig immer wieder davon abzugeben haben, Iris von Juli bis Oktober und im November und April/Mai Dahlienknollen.

Für 2012 haben wir den Iris-Supergau vorausgesagt: es werden zig Sorten geteilt werden müssen, und Land haben wir keines mehr übrig.
Schon im Spätherbst 2011 mussten wir gut 360 überzählige getopfte Irispflanzen auslagern: wir sind glücklich, dass uns ein befreundetes Ehepaar am Murtensee drüben ein Stück Land als „Auslagerungsdatei“ für Iris zur Verfügung gestellt hat. Was wir uns mit dieser Dependance damit allerdings an zusätzlicher Arbeit aufgehalst haben, werden wir wohl erst noch erfahren.

Im Winter ruht nur der Garten, aber wir sind voll in der Planung von Iris-und Dahlienbeeten und stöbern in Katalogen von Züchtern.
Welche Sorten setzen wir nächstes Jahr zusammen in eine Gruppe und wohin? Welche Sorten müssen wir teilen und auf unserer Webseite zum Verkauf anbieten?

Immerhin reden wir jetzt schon von reduzieren oder zumindest den Garten pflegeleichter gestalten:

Die Anzahl Canna-Kübel ums Haus von 2011 insgesamt 55 Stück (!) könnte man zum Beispiel reduzieren…

Und wir sind am überlegen, ob wir tatsächlich auch immer noch dazu 22 Balkonkisten und 15 Ampeln mit Geranien, Petunien und Begonien haben müssen - ganz zu schweigen von den Dutzenden (!) von anderen Kübelpflanzen, die ums Haus herum stehen. Giessarbeit nur für diese Kübel-, Kisten- oder Ampelpflanzen kann an heissen Sommertagen gut mal 1,5 Stunden täglich beanspruchen. Dies wäre gar nicht zu bewältigen, wenn unser Zuhause nicht zugleich mein Arbeitsplatz wäre. So kann ich doch zwischen zwei Kundinnen auch mal Giessarbeit erledigen, etwas jäten oder schneiden.

Wir fragen uns auch, ob wir tatsächlich jedes Jahr alle fast 400 Teichkörbchen, die wir im Frühjahr mit Dahlien bepflanzen, im Herbst mit Tausenden von Frühlingsblumenzwiebeln bepflanzen müssen.
Grundsätzlich fragen wir uns, ob wir überhaupt Dahlien nicht einfacher - wie normale Leute auch - ins Freiland setzen sollten, statt in Teichpflanzkörbchen vorzuziehen, die wir dann ganz eingraben und im Herbst wieder alle ausgraben müssen. Und doch hat dieses "Steckplatzsystem", wie wir es nennen, entscheidende Vorteile.

Es ist also alles in unserem Garten von Jahr zu Jahr mehr geworden und wird zusehends auch zu einem logistischen Problem: die im Frühling heraus genommenen Körbchen mit abgeblühten Frühlingszwiebelpflanzen lagern wir durch den Sommer hindurch auf dem Dach unserer Doppelgarage, also auf rund 36 m2 Fläche - doch schon dieses Jahr hatten längst nicht mehr alle dort oben Platz. Die überzähligen Teichkörbchen lagerten denn im letzten Jahr auch auf unserem 2008 erstellten Sitzplatz drüben, der somit den ganzen Sommer lang besetzt war. Das war aber nicht so schlimm, denn Zeit uns hinzusetzen hatten wir eh kaum. Wir waren in jeder freien Minute, meist bis zum Einnachten, mit Gartenarbeit beschäftigt.
Ferien? Verreist waren wir 1995 letztmals, seither geniessen wir auch in Ferienzeiten den Garten und natürlich unseren 12-jährigen Kater Tigi, der glücklich ist, dass wir immer zu Hause sind.

Natürlich werden auch wir nicht jünger und fragen uns, ob wir dann mit 60 wirklich noch den Punch haben werden, diese schweren Körbchen jährlich im Frühling alle aufs Garagendach zu hieven und im Herbst wieder herunter zu nehmen. Zum jäten müssten wir längst einige Angestellte haben, denn auch das Unkraut gedeiht hier mindestens so gut wie die Kulturpflanzen.
Die gut 60 grossen stapelbaren Kisten mit Dahlien, Cannas und Begonien lagern durch den Winter im Keller, der eigentlich dazu viel zu warm ist. Die Garage wäre eine Option, aber sie frostfrei halten zu können, wird nicht so einfach sein.

So haben wir immer genügend Diskussionsstoff und Planungsarbeit rund um den Garten und sind froh, wenn wir denselben neben unseren Jobs überhaupt zu bewältigen vermögen.
Im Moment überwiegt aber immer noch die Freude am Garten, und wir denken, wir werden es dann schon merken, wenn es Zeit wird, etwas zu ändern und entweder Nachfolger zu suchen oder jemanden, der unsere Iris übernehmen und weiterkultivieren möchte (Anmeldungen werden bereits vorsorglich entgegen genommen *smile*).

Es kommt also nicht von ungefähr, dass ich im Zusammenhang mit unserem Garten oft den Satz präge:
"Jeder spinnt anders" :-)

Brigitte Chopard, Ende 2011

Tigi ChopardTigi Chopard

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